Kunst- und Kulturfestival in Dresden

22. - 29. November 2021

Bitte beachten Sie, dass einige Veranstaltungen aufgrund der aktuellen Corona-Notfallverordnung in Sachsen ausschließlich online stattfinden können. Einige Veranstaltungen müssen wegen der Schließung der Kulturbetriebe leider ausfallen.

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Montag, 22.11.2021

Migrationesgeschichte(n) aus Ostdeutschland

Teilnahme per Jitsi

Mehr 30 Jahre nach dem Ende der DDR werden die Auswirkungen der gesellschaftlichen Teilung wieder vermehrt auf gesamtdeutscher Ebene kontrovers diskutiert. Selten kommen dabei auch Perspektiven von Ostdeutschen mit einer Migrationesgeschichte zu Wort. Diese sahen sich insbesondere in den Jahren der Nachwendezeit mit großer Rechtsunsicherheit, Existenzängsten und einem zunehmend offen ausgelebten Rassimus konfrontiert. Was hat sich seit dem getan? Wo lassen sich Defizite oder auch positive Entwicklungen einer ostdeutschen Migrationsgesellschaft feststellen?

Ein Gespräch mit Patrice Poutrus (Universität Erfurt) und Paolo Le van (TU Dresden) über persönliche und wissenschaftliche Perspektiven auf Rassismus in der DDR und in Ostdeutschland.

Anschließend an das Gespräch besteht die Möglichkeit sich mit den beiden Gästen auszutauschen.





Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Ausschließlich in Jitsi

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Dienstag, 23.11.2021

Madgermanes

Die Aufzeichnung finden Sie weiter unten im Programm.

Von 1979 bis 1991 waren ca. 20.000 Vertragsarbeiter*innen aus Mosambik in der DDR beschäftigt. Der auf vier Jahre befristetete Aufenthalt dieser „Madgermanes“, wie sie in Mosambik genannt werden, sollte dazu dienen, ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen und Berufserfahrung zu sammeln, um nach ihrer Rückkehr zum Aufbau eines unabhängigen sozialistischen Mosambiks beizutragen. Die Realität sah anders aus. Die „Madgermanes“, wie sie in Mosambik genannt werden, eine Wortschöpfung aus „Mad Germans“ und „Made in Germany“, kehrten in ein vom Bürgerkrieg völlig zerstörtes Land zurück.

Eine Lesung von Birgit Weyhe aus ihrem Comic Madgermanes mit anschließendem Gespräch mit Emiliano Chaimite, Olga Macuacua und dem Publikum.




Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Livestream

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Mittwoch, 24.11.2021

Gib mir mal die Hautfarbe. Mit Kindern über Rassismus sprechen

Teilnahme per Livestream

„Gib mir mal die Hautfarbe. Mit Kindern über Rassismus sprechen“ ist der Titel des ersten gemeinsamen Buchs von Olaolu Fajembola und Tebogo Nimindé-Dundadengar. 2018 haben die Psychologin und Kulturwissenschaftlerin Tebalou gegründet, ein Onlineshop für vielfältige Kinderbücher und Spielzeug. In ihrem Buch gehen sie umfänglich auf das Thema Antirassismus im kindlichen Kontext ein. Neben der Möglichkeit zur Selbstreflexion wird Erziehenden eine Vielzahl von praktischen Anweisungen und Tipps and die Hand gegeben. Ziel ist es, Kinder nicht nur nicht-rassistisch, sondern antirassistisch zu erziehen.

Ermöglicht wird die Veranstaltung durch die Unterstützung von TU Dresden, anDemos – Institut für angewandte Demokratie- und Sozialforschung.

Foto: Christina Salgar





Beginn: 19:30 Uhr
Ort:Livestream

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Mittwoch, 24.11.2021

Die jüdische Souffleuse

Die Veranstlatung muss leider ausfallen

Die Regisseurin Adriana möchte einfach nur in Ruhe Opern inszenieren, was an dem Provinztheater schon schwer genug scheint. Während der Proben zu Mozarts ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL entpuppt sich ausgerechnet die Souffleuse als größte Herausforderung.

Susanne, genannt Sissele, hat Adrianas Bücher gelesen und ist davon überzeugt, dass nur sie ihr helfen kann. Jahrzehntelang hat Sissele vergeblich nach ihren Verwandten gesucht, die nach dem Zweiten Weltkrieg in alle Winde zerstreut wurden. Nun will sie einen letzten Versuch unternehmen – und Adriana Altaras muss mit! Auf einer abenteuerlichen Reise quer durch die Bundesrepublik verbinden sich Gegenwart und Vergangenheit, unvergessliche Geschichten vom Überleben mit jenen der Nachgeborenen.

Die Ich-Erzählerin dieses Romans heißt Adriana Altaras, und sie erzählt mit hinreißender Tragikomik von den Absurditäten des Theateralltags, von einer unverhofften Familienzusammenführung und davon, warum die Shoah, die Tragödie des 20. Jahrhunderts, das Epizentrum ihres Schaffens ist.

Es lesen Christine Hoppe und Karina Plachetka.





Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Kleines Haus 3

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Donnerstag, 25.11.2021

Dunkeldeutschland: Eine intermediale Lesung (Premiere)

Teilnahme per Livestream

Der Live-Essay "Dunkeldeutschland" von Katharina Warda erzählt polymedial aus verschiedenen Kapiteln nicht-weißer ostdeutscher Geschichte. Er beleuchtet die sozialen Rändern der Nachwendezeit und beleuchtet blinde Flecken deutscher Geschichtsschreibung. Ausgangspunkt sind Wardas eigene Erfahrungen, die sie als Schwarze Ostdeutsche nach 1989/90 machte.

Ermöglicht wird die Veranstaltung durch die Unterstützung von TU Dresden, anDemos – Institut für angewandte Demokratie- und Sozialforschung und dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.

Bildrechte: Alena Schmick






Beginn: 19:00 - 20:30 Uhr
Ort: Livestream

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Freitag, 26.11.2021

Bros melting

Hier klicken zum Livestream

"Bros melting" ist eine theatralische Tanzperformance des Dresdner Choreographen JOAO, die mit Humor und Ironie die toxische Männlichkeit thematisiert, die gemeinhin mit farbigen Männern assoziiert wird.

Die Choreographie für zwei Tänzer porträtiert stereotype Charaktere, deren karikaturistisches Bild mit der Zeit zerfließt. “Bros melting" ist als Installation für die Besucher konzipiert, die durch die Hallen und Gänge des Deutschen Hygiene-Museums gehen und so lange oder kurz wie gewünscht bei den Tänzern verweilen können. Durch eine Reihe von “Tableau vivants" soll sich der Vorschlag eines alternativen Bildes in das Gedächtnis der Zuschauer einprägen.

Choreographie: JOAO
Tanz, Kostüm: Joseph Hernandez, Joao Pedro de Paula

Keine Anmeldung erforderlich.





Zeitraum: 15:00 - 17:00 Uhr
Ort: Livestream

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Freitag, 26.11.2021

Frauenstimmen in Bildern

Teilnahme per Livestream

Biografische Geschichten von Frauen, in Form von Comics nachgezeichnet, sind Teil eines neuen Buches, dessen Idee die Dresdner Künstlerinnen Nazanin Zandi und Elena Pagel in einem dreijährigen Projekt entwickelt haben. Die autobiografischen, ehrlichen und humorvollen Bildgeschichten ermöglichen einen Einblick in die Lebensgeschichten von Frauen mit sehr unterschiedlicher Herkunft, Religion und Sprache.

Buchvorstellung zum Kunstprojekt von Nazanin Zandi

Ermöglicht wird die Veranstaltung durch die Unterstützung von TU Dresden, anDemos – Institut für angewandte Demokratie- und Sozialforschung und dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.

Die Veranstaltung wird live gestreamt.




Beginn: 17:00 Uhr
Ort: Livestream

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Freitag, 26.11.2021 bis

Montag, 29.11.2021

Human rights for everyone! Wessen Geschichte zählt?

Teilnahme online möglich

Workshop zum Thema kritische-historische Bildung und Erinnerungsarbeit

Wir besuchen verschiedene Orte des Erinnerns in Dresden, setzen uns mit lokalem Erinnern an den Nationalsozialismus auseinander und diskutieren das Thema postkoloniale Erinnerung am Beispiel Dresdens. Außerdem werden wir Methoden der historisch-politischen Bildungsarbeit ausprobieren und reflektieren.

Das Seminar richtet sich an alle Interessierten am Thema.

Für eine limitierte kostenlose Teilnahme melden Sie sich bitte bei info@rat-fuer-migration.de.

Die Veranstaltung findet online statt.

Beginn: Freitag, 14:00 Uhr
Ende: Montag, 15:00 Uhr
Ort: Online

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Freitag, 26.11.2021

Comic-Workshop mit Nazanin Zandi

Tipps und Tricks für das Comic-Zeichnen per Livestream

Wolltet ihr schon immer ein paar wichtige Grundkenntnisse für das Comiczeichnen lernen? In diesem Workshop bringt euch Nazanin Zandi erste Tipps und Tricks für die „Neunte Kunst“ bei. In lockerer Atmosphäre könnt ihr im Anschluss autobiografische Comics selbst schreiben und zeichnen! Bereitet bitte ein paar A4-Blätter, eure Lieblingsbuntstifte und Filzstifte sowie alle anderen Zeichenmaterialien, die ihr verwenden möchtet, vor. Über eine kurze Geschichte aus eurem Leben könnt ihr euch auch schon Gedanken machen – müsst ihr aber nicht.

Ermöglicht wird die Veranstaltung durch die Unterstützung von TU Dresden, anDemos – Institut für angewandte Demokratie- und Sozialforschung und dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.

Beginn: 19:00 – 20:30 Uhr
Ort: Livestream

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Freitag, 26.11.2021

Home Away from Home - Filmversion

Den Film finden Sie am Ende dieses Programms sowie auf dem RfM YouTube-Kanal. Gesprächsveranstlatung per ZOOM.

In einer über zwei Jahre andauernden Recherche haben die deutsch-taiwanische Choroegrafin Fang Yun Lo und ihr Team über 100 Menschen vietnamesischer Abstammung in Deutschland und Taiwan getroffen. Aus den spontanen Begegnungen entstanden Interviews und schließlich ein Kurzfilm. Die sechs Darsteller:innen erzählen ihre eigene Geschichte und die ihrer Familien - als Künstler:in, Arbeiter:in, Youtuber:in oder Studierende. „Home away from home - Filmversion“ ergründet die globale Dimension von Arbeitsmigration und interkultureller Realität, berichtet von Zerrissenheit und struktureller Gewalt, nähert sich gleichzeitig aber auch übergreifenden, menschlichen Kategorien von Heimat und Glück.

„Home Away from Home - Filmversion“ ist ein Kurzfilm von 35min. Länge, der 2021 als Ersatz für ein COV19-bedingt verschobenes Theaterstück entstand. Das fertige Theaterstück wird 2022 in Dresden gezeigt. Im Anschluss laden wir ein, mit der Regisseurin Fang Yun Lo und ihrem Team über ZOOM ins Gespräch zu kommen.






Beginn: 19:30 Uhr
Ort: ZOOM

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Samstag, 27.11.2021

'Die Erfindung des muslimischen Anderen'

Teilnahme per Livestream

Was haben alle ›Muslim*innen‹ gemeinsam? Wieso positionieren sich Muslim*innen nicht stärker gegen Terrorismus? Warum verkaufen sich Kreuzberger Kriminalitätsgeschichten besser als andere? Der Essayband »Die Erfindung des muslimischen Anderen« von Anna Sabel und Özcan Karadeniz erklärt nicht wie ›Muslim*innen wirklich sind‹, sondern wirft den Blick zurück auf jene, die diese Bilder produzieren und weitertragen.

Anna Sabel und Mehmet Arbag vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften lesen aus dem rassismuskritischen Band vor. Daran schließt ein Gespräch mit Herrn Ozan Zakariya Keskinkilic (Politikwissenschaftler der Humoldt-Universität Berlin) an, wobei die Gäste im Livestream herzlich eingeladen sind Fragen zu stellen.

Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Livestream

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Samstag, 27.11.2021 (Erste Vorstellung)

Learning Feminism from Rwanda

Die Veranstlatung muss leider ausfallen

Ruanda hat längst erreicht, wofür Frauen in Europa noch kämpfen: 61 % der Abgeordneten im Parlament sind weiblich. In Deutschland sind es nur 31 % und das, bemerkt Angela Merkel, ist kein Ruhmesblatt. „Learning Feminism from Rwanda“ befragt die Frauen-Quote als politisches Instrument und wie sich Kultur und Geisteshaltung dadurch verändern.

Inszenierung der freie Theater- und Performancegruppe Flinn Works.

Beginn: 18:00 Uhr
Ort: HELLERAU, Karl-Liebknecht-Str. 56

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Sonntag, 28.11.2021 (Zweite Vorstellung)

Learning Feminism from Rwanda

Die Veranstlatung muss leider ausfallen

Ruanda hat längst erreicht, wofür Frauen in Europa noch kämpfen: 61 % der Abgeordneten im Parlament sind weiblich. In Deutschland sind es nur 31 % und das, bemerkt Angela Merkel, ist kein Ruhmesblatt. „Learning Feminism from Rwanda“ befragt die Frauen-Quote als politisches Instrument und wie sich Kultur und Geisteshaltung dadurch verändern.

Inszenierung der freie Theater- und Performancegruppe Flinn Works.

Beginn: 18:00 Uhr
Ort: HELLERAU, Karl-Liebknecht-Str. 56

Über das Festival

Vom 24.-26. November 2021 findet die internationale Jahrestagung des Rats für Migration „Körper und ‚Rasse‘. Konjunkturen des Rassismus in Europa“🡕 im Deutschen Hygiene Museum Dresden statt. Gerahmt wird diese Tagung von einem Kunst- und Kulturfestival, das zwischen dem 22. November und dem 29. November 2021 in Dresden stattfinden wird.

An sieben Tagen wird im Rahmen des Festivals "Rassimus verlernen" ein Raum der kritischen und kreativen, ernsten und heiteren Auseinandersetzung mit migrationsgesellschaftlichen Realitäten und der Alltäglichkeit von Rassismus entstehen. Im Rahmen des Kulturfestivals soll das eminent wichtige, aber auch gar nicht so einfach besprechbare Thema ‚Rassismus‘ bearbeitet, besprochen, bespielt und betanzt werden, in einer Weise, die Menschen zueinander in Beziehung setzt und zusammenbringt.

Im Rahmen dieses Festivals geht es auch um Frage nach den Voraussetzungen einer rassismuskritischen Kultur, in der es nicht dermaßen notwendig, naheliegend oder ‚normal‘ ist, auf Rassismen zurückzugreifen. Veranstaltet wird dieses Festival vom Rat für Migration e.V. 🡕, in Kooperation mit dem Zentrum für Integrationsforschung der TU Dresden 🡕 und dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden 🡕. Die Tagung wird von der Bundeszentrale für politische Bildung 🡕 großzügig unterstützt.

Hygienebestimmungen


Es gilt die 2G-Regel – geimpft oder genesen. Wer nicht vollständig geimpft ist oder nicht als genesen gilt, kann leider nicht an der Veranstaltung vor Ort teilnehmen und kann, sofern vorhanden, den Livestream als Ausweichangebot nutzen. Ausgenommen von der Regelung sind Kinder bis zum 6. Lebensjahr und Schüler.

Sofern nicht anders ausgeschrieben, können Sie ohne Voranmeldung an den Veranstaltungen teilnehmen. Die maximale Anzahl der Teilnehmenden richtet sich nach den aktuellen Hygienbestimmungen am jeweiligen Veranstaltungsort.

Kooperationspartner

KONTAKT
Rat für Migration e.V.
info@rat-fuer-migration.de
Tel.: 030/2088 8480